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Zusammensetzung von Kommissionen


Im Universitätsgesetz 2002 ist verankert, dass universitäre Kollegialorgane einen mindestens 50%-igen Frauenanteil aufweisen müssen. (vgl. § 20a Abs 2 UG)

Frauenquote in Universitätsgremien


Aktuelle Informationen zum Frauenanteil in Universitätsgremien gibt es im Bericht 2018 lt. Frauenförderungsplan/Gleichstellungsplan (Veröffentlichung im Mitteilungsblatt vom 29.01.2020, 16.f Stück, 31. Sondernummer):

Der Universitätsrat und das Rektorat erfüllen auch im Jahr 2018 die gesetzlich vorgeschriebene 50%-Frauenquote, der Senat liegt mit 38% darunter. Von den 32 Berufungskommissionen, die 2018 tätig waren, weisen 13 den erforderlichen Frauenanteil auf. Bei den Habilitationsverfahren erreichen insgesamt 11 von 33 Kommissionen die gesetzliche Quote. Der Erfüllungsgrad ist dabei sowohl bei den Berufungs- als auch Habilitationskommissionen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Einzig bei den Curricularkommissionen, wo 38 von 56 Kommissionen die erforderliche Quote erfüllen, kommt es zu einer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. In den sonstigen Kollegialorganen sind hingegen die Männer mit einem Anteil von 28% deutlich unterrepräsentiert (siehe Tabelle 2).

Quelle und weitere Informationen: Bericht 2018 lt. FFP/GLP (S. 17).

Gesetzliche Grundlagen zur Zusammensetzung von Kommissionen - Auszug aus dem Universitätsgesetz

§ 20a. (1) § 20a gilt für alle gemäß diesem Bundesgesetz sowie durch den Organisationsplan und die Satzung der Universität eingerichteten Kollegialorgane, sofern in diesem Bundesgesetz nichts anderes bestimmt ist. Prüfungskommissionen sind von der Anwendung dieser Bestimmung ausgenommen.

(2) Jedem Kollegialorgan gemäß Abs. 1 haben mindestens 50 vH Frauen anzugehören. Bei Kollegialorganen mit einer ungeraden Anzahl von Mitgliedern erfolgt die Berechnung, indem die Anzahl der Mitglieder rechnerisch um ein Mitglied zu reduzieren ist und der erforderliche Frauenanteil von dieser Anzahl zu bestimmen ist.

(3) Sowohl der Senat als auch die Bundesregierung haben bei der Wahl bzw. Bestellung der Mitglieder des Universitätsrats Abs. 2 zu beachten.

(4) Die Erstellung der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten als Teil der Wahlvorschläge für die zu wählenden Vertreterinnen und Vertreter der Gruppen gemäß § 25 Abs. 4 Z 1, 2 und 3 hat so zu erfolgen, dass mindestens 50 vH Frauen an wählbarer Stelle zu reihen sind. Dies gilt auch für die zu wählenden Ersatzmitglieder. Abs. 2 zweiter Satz ist anzuwenden. Erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen keine Einreden der Mangelhaftigkeit der Wahlvorschläge gemäß § 42 Abs. 8d, gilt der auf Grund dieser Wahlvorschläge gewählte Senat jedenfalls im Hinblick auf Abs. 2 als richtig zusammengesetzt.

§ 42 (8a) Das jeweilige Kollegialorgan hat den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen unverzüglich über seine Zusammensetzung zu informieren. Ist der Frauenanteil von mindestens 50 vH gemäß § 20a Abs. 2 nicht ausreichend gewahrt, so kann der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen binnen vier Wochen die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung an die Schiedskommission erheben. Die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung hat zu unterbleiben, wenn sachliche Gründe vorliegen. Ist das Kollegialorgan unrichtig zusammengesetzt, und erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen Einrede, sind die Beschlüsse des Kollegialorgans nichtig. Erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen nicht fristgerecht die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung, gilt das Kollegialorgan im Hinblick auf § 20a Abs. 2 als richtig zusammengesetzt.

Informationen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zur Umsetzung der geschlechtergerechten Zusammensetzung von Kollegialorganen an Universitäten finden Sie hier.

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