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Zusammensetzung von Kommissionen

Im Universitätsgesetz 2002 ist verankert, dass universitäre Kollegialorgane einen mindestens 50%-igen Frauenanteil aufweisen müssen. (vgl. § 20a Abs 2 UG)

Frauenquote in Universitätsgremien

Aktuelle Informationen zum Frauenanteil in Universitätsgremien gibt es im Bericht 2016 laut Frauenförderungsplan (Herausgeberin: Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung; Leistungs- und Qualitätsmanagement):

"Zusammengefasst betrachtet ist bei der Gremienbesetzung die Erfüllungsquote bei knapp der Hälfte aller Gremien (52 von 107) erreicht. Der Universitätsrat und das Rektorat erfüllen die gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote von 50%, beim Senat liegt die Frauen-Quote mit 46% knapp darunter.

Von den 22 Berufungskommissionen, die 2016 tätig waren, weisen sieben ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der Zusammensetzung auf. Acht Kommissionen liegen bei 40%, sieben liegen mit 10-30% darunter. Zwei Kommissionen weisen mit 60% einen Frauenüberhang auf (Pädagogik und Psychologie). Werden die Fakultäten betrachtet, so zeigen sich unterschiedliche Muster. An der GEWI-Fakultät hat keine der sieben Kommissionen einen Frauenanteil von 50% erreicht, dies gilt auch für die SOWI-Fakultät (zwei Kommissionen). Bei den Rechtswissenschaften erreichte eine von drei Kommissionen die 50%, an der NAWI-Fakultät erfüllen drei von sechs Kommissionen die 50%-Quote, zwei weitere die 40%. Die URBI-Fakultät hat bei allen drei Kommissionen die Quote erfüllt.

Bei den Habilitationsverfahren haben zwölf von 26 Kommissionen die gesetzliche Quote von 50% erreicht, acht liegen bei 70% oder darüber. Von den 14 Kommissionen, die die erforderliche Frauenquote verfehlen, haben fünf 40% Frauenanteil erreicht. Bei der Betrachtung von Fakultäten weist die GEWI-Fakultät lediglich bei vier von zehn Kommissionen die Frauenquote mit knapp 40% auf, alle anderen erfüllen die gesetzlich vorgeschriebenen 50%. Die NAWI-Fakultät hat bei sieben Kommissionen nur mit einer (Psychologie) die Quote erfüllt. Nach Kurien lagen die Frauenanteile bei den ProfessorInnen bei 39%, beim Mittelbau bei 54% und bei den Studierenden bei 62%, was ungefähr der Geschlechterverteilung der jeweiligen Kurien entspricht bzw. bei den ProfessorInnen darüber liegt. Auch hier war ein Drittel der Kommissionen unter dem Vorsitz von Frauen.

Bei den Curriculakommissionen erreichten 30 von 54 die erforderliche Quote, was eine Steigerung zum Vorjahr bedeutet. Nach Kurien betrachtet zeigt sich, dass vor allem die Studierenden im Verhältnis zur Grundgesamtheit mit einem Frauenanteil von 49% unter ihrem Potenzial liegen. Unter den ProfessorInnen sind Frauen mit 38% überdurchschnittlich vertreten, der Mittelbau ist repräsentativ mit 51% Frauenanteil. Der Vorsitz liegt bei 22 Kommissionen (39%) bei einer Frau."

Quelle: Bericht 2016 laut Frauenförderungsplan, Mitteilungsblatt vom 14.03.2018, 23e. Stück, S. 7 und 8.

Gesetzliche Grundlagen zur Zusammensetzung von Kommissionen - Auszug aus dem Universitätsgesetz

§ 20a. (1) § 20a gilt für alle gemäß diesem Bundesgesetz sowie durch den Organisationsplan und die Satzung der Universität eingerichteten Kollegialorgane, sofern in diesem Bundesgesetz nichts anderes bestimmt ist. Prüfungskommissionen sind von der Anwendung dieser Bestimmung ausgenommen.

(2) Jedem Kollegialorgan gemäß Abs. 1 haben mindestens 50 vH Frauen anzugehören. Bei Kollegialorganen mit einer ungeraden Anzahl von Mitgliedern erfolgt die Berechnung, indem die Anzahl der Mitglieder rechnerisch um ein Mitglied zu reduzieren ist und der erforderliche Frauenanteil von dieser Anzahl zu bestimmen ist.

(3) Sowohl der Senat als auch die Bundesregierung haben bei der Wahl bzw. Bestellung der Mitglieder des Universitätsrats Abs. 2 zu beachten.

(4) Die Erstellung der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten als Teil der Wahlvorschläge für die zu wählenden Vertreterinnen und Vertreter der Gruppen gemäß § 25 Abs. 4 Z 1, 2 und 3 hat so zu erfolgen, dass mindestens 50 vH Frauen an wählbarer Stelle zu reihen sind. Dies gilt auch für die zu wählenden Ersatzmitglieder. Abs. 2 zweiter Satz ist anzuwenden. Erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen keine Einreden der Mangelhaftigkeit der Wahlvorschläge gemäß § 42 Abs. 8d, gilt der auf Grund dieser Wahlvorschläge gewählte Senat jedenfalls im Hinblick auf Abs. 2 als richtig zusammengesetzt.

§ 42 (8a) Das jeweilige Kollegialorgan hat den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen unverzüglich über seine Zusammensetzung zu informieren. Ist der Frauenanteil von mindestens 50 vH gemäß § 20a Abs. 2 nicht ausreichend gewahrt, so kann der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen binnen vier Wochen die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung an die Schiedskommission erheben. Die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung hat zu unterbleiben, wenn sachliche Gründe vorliegen. Ist das Kollegialorgan unrichtig zusammengesetzt, und erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen Einrede, sind die Beschlüsse des Kollegialorgans nichtig. Erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen nicht fristgerecht die Einrede der unrichtigen Zusammensetzung, gilt das Kollegialorgan im Hinblick auf § 20a Abs. 2 als richtig zusammengesetzt.

Informationen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zur Umsetzung der geschlechtergerechten Zusammensetzung von Kollegialorganen an Universitäten finden Sie hier.

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Kontakt

Büro des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen
Harrachgasse 34, 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 1028

Web:http://akgl.uni-graz.at

Mo - Fr: 9 - 12 Uhr & nach Vereinbarung

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