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Frauenanteile an der Uni Graz

 

Der aktuelle Frauenanteil an der Universität Graz in den einzelnen Beschäftigungsgruppen und unter den Studierenden geht aus folgendem Dokument hervor:

Dieser Bericht erscheint regelmäßig (abwechselnd unter dem Namen "Zahlen, Fakten, Analysen. chancengleichheit an der uni graz.") und dokumentiert somit die Entwicklung im Zeitverlauf. Ältere Ausgaben finden Sie in unserem Rückblick.

Weitere Hinweise zum Frauenanteil finden Sie in der Wissensbilanz 2019.

 

Der Glasdecken-Index

Der Glasdecken-Index ist ein international etablierter Indikator zur Messung der Aufstiegschancen von Frauen. Der Begriff der „Gläsernen Decke“ bezieht sich auf Barrieren, welche die Karrieren von Frauen beeinträchtigen. Berechnen lässt sich der Glasdecken-Index, indem der Frauenanteil bei den ProfessorInnen in Relation zum Frauenanteil im wissenschaftlichen Stammpersonal gesetzt wird. Beim Stammpersonal werden keine ProjektmitarbeiterInnen und LektorInnen berücksichtigt. Die Indexwerte in Abbildung 1 können folgendermaßen gelesen werden: Liegt ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis vor, nimmt der Index einen Wert von 1 an. Je weiter der Wert unter 1 liegt, desto geringer sind die Aufstiegschancen von Frauen. Zusätzlich zu den Indexwerten werden die Frauenanteile (in %) bei den ProfessorInnen und beim wissenschaftlichen Personal berichtet. Dies ist von Bedeutung, da eine Steigerung der Aufstiegschancen im Index auch mit einer Verringerung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen Stammpersonal einhergehen kann. Die Ergebnisse des Glasdecken-Index in Abbildung 1 machen eine deutliche Verbesserung der Aufstiegschancen für Frauen seit 2008 sichtbar, die sich in einer Steigerung des Glasdeckenindex von 0,48 auf 0,71 widerspiegelt. Seit 2016 ist allerdings keine Steigerung des Frauenanteils bei den ProfessorInnen zu verzeichnen; der Frauenanteil bei den ProfessorInnen ist mit 28 % stabil, während der Frauenanteil beim gesamten wissenschaftlichen Personal von 38 % bzw. 39 % auf 41 % gestiegen ist. Dies drückt sich in einem tendenziell rückläufigen Glasdeckenindex (von 0,75 bzw. 0,74 auf 0,71) aus.

Quelle und weitere Informationen: Bericht 2018 lt. Frauenförderungsplan/Gleichstellungsplan (S. 12f.)

Bei genauerer Betrachtung des mittelfristigen 10-Jahrestrends lassen sich unterschiedliche Entwicklungen an den Fakultäten erkennen (siehe Abbildung 2): An der URBI-Fakultät weisen Männer und Frauen inzwischen dieselben Aufstiegschancen auf, was auf eine kontinuierliche Steigerung der Frauenanteile seit 2014 zurückzuführen ist. An zweiter Stelle rangieren die REWI- und THEO-Fakultät, wobei die Aufstiegschancen in den letzten Jahren insbesondere an letzterer verbessert werden konnten. An der quantitativ-weiblich dominierten GEWI-Fakultät zeigt sich seit 2016 ein tendenzieller Rückgang der Aufstiegschancen von Frauen, was mit einem Anstieg des Frauenanteils im wissenschaftlichen Personal zusammenhängt. Auffallend gering sind die Aufstiegschancen nach wie vor an der NAWI- und SOWI-Fakultät. An der NAWI-Fakultät zeigt sich ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, an der SOWI-Fakultät liegt seit 2013 ein Abwärtstrend vor, der die geringsten Aufstiegschancen von Frauen an der Universität Graz zu verstetigen scheint. An der SOWI-Fakultät ist der Frauenanteil bei den berufenen ProfessorInnen im Zeitverlauf etwas gesunken, während dieser im wissenschaftlichen Stammpersonal gestiegen ist, was sich im Glasdeckenindex als eine Verringerung der Aufstiegschancen von Frauen bemerkbar macht.

 Quelle und weitere Informationen: Bericht 2018 lt. Frauenförderungsplan/Gleichstellungsplan (S. 13)

 

Gleichstellungsmaßnahmen sind ein wichtiges Tool der Qualitätssicherung; eine Universität kann es sich nicht leisten auf das Potenzial der hochqualifizierten Frauen zu verzichten, deren quantitatives Vorhandensein unter den AbsolventInnen, DoktorandInnen und ProjektmitarbeiterInnen durch die vorliegenden Daten sehr gut belegt wird. Konsequente Gleichstellungsbemühungen sind daher weiterhin unverzichtbar um den Gender Gap auch in den hierarchisch höher gelegenen Positionen an der Universität nachhaltig zu schließen.

Quelle: Zahlen, Fakten, Analysen. chancengleichheit an der uni graz 2014 - Kommentar des AKGL auf Seite 57

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Abteilung für Leistungs- und Qualitätsmanagement. Informationen zur Geschichte der Frauen an der Universität Graz finden Sie auf der Homepage der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung. Dokumente zum Frauenanteil im Zeitverlauf finden Sie im Rückblick.

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