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Maria Elisabeth Aigner: Neue Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen

Montag, 24.10.2016

Mehr Wertschätzung, weniger Abwertung. Mehr Kreativität, weniger Verwaltungsmechanismen. Mehr Vertrauen, weniger Kontrolle – es ist ein umfassendes Paket, das Maria Elisabeth Aigner als Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKGL) umsetzen will. „Ich bin auf einen schnell fahrenden Zug aufgesprungen, in dem es viel zu entdecken gibt“, beschreibt Aigner das rasante Tempo ihrer neuen Funktion. Im März 2016 hat die außerordentliche Professorin am Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie die Nachfolge von Katharina Scherke angetreten. Auch wenn sie bis dahin als erste Stellvertreterin viel Erfahrung gesammelt habe, sei die Aufgabe dennoch differenzierter. „Ich sehe eine andere Perspektive, nehme aber auch eine spezifische Verantwortung wahr“, betont die Vorsitzende. Der AKGL sei Dank ihrer Vorgängerinnen bestens aufgestellt sowie gut in die Universität eingebunden. So läuft unter anderem jede Personalentscheidung auch über den Schreibtisch des Arbeitskreises, pro Jahr macht das etwa 3000 Verfahren.
„Es herrscht an der Uni Graz ein hohes Maß an Sensibilität für Gleichbehandlung“, wertschätzt die Theologin. Wenngleich die gläserne Decke nach wie vor nicht durchbrochen ist, bewege sich einiges. Gleichstellung bilde sich jedoch nicht allein in Zahlen ab. „Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen ist es wichtig, Diskriminierung zu artikulieren und aufzuzeigen“, setzt Aigner auf das erforderliche Umfeld und bewusstseinsbildende Maßnahmen. „Um der Benachteiligung entgegenzuwirken, brauchen wir auch die Führungsebene, die mitzieht.“ Angesichts der gesellschaftlichen Veränderung werde die Arbeit zunehmen, ist sie überzeugt. Ein Zuwachs an Beratung bei Konfliktfällen sei schon jetzt feststellbar.
„Es braucht eine gute Work-Work-Balance“, definiert Aigner ihre Doppelrolle als Forscherin und AKGL-Leiterin. Inhaltliche Parallelen zwischen ihrer hochschulpolitischen Aufgabe und ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ließen sich durchaus erkennen, bestätigt die Pastoraltheologin. „Wenn Frauen in patriarchalen Systemen Benachteiligung erfahren, entwickeln sie ein unglaublich kreatives Potenzial und enorme Stärke. Das hat mich in meiner Forschung immer fasziniert.“

 

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